Ein schmerzender Kiefer, ein Knacken beim Kauen oder ständige Verspannungen im Nacken – oft steckt eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) dahinter. Dann ist das Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zähnen aus dem Gleichgewicht geraten. Wir gehen den Ursachen strukturiert auf den Grund – nach dem bewährten Konzept von Prof. Dr. Axel Bumann.
Schmerzen in Kiefer, Wange oder Gesicht
Knacken oder Reiben im Kiefergelenk beim Kauen
Der Mund lässt sich nur eingeschränkt öffnen
Häufige Kopfschmerzen, besonders an den Schläfen
Nackenverspannungen oder ein Druckgefühl auf den Ohren
Zähnepressen oder Knirschen – oft unbewusst im Schlaf
Hinter ähnlichen Beschwerden können ganz unterschiedliche Ursachen stecken – das Gelenk, die Muskulatur oder der Biss. Deshalb steht bei uns eine sorgfältige Diagnose vor jeder Behandlung. Je früher wir die Ursache kennen, desto besser lässt sich gegensteuern.
Untersucht wird nur, was für Ihre Situation wirklich nötig ist – das legen wir gemeinsam im ersten Gespräch fest.
Gespräch und Anamnese
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Beschwerden und Ihre Vorgeschichte. Ergänzende Fragebögen beziehen auch Stress und Schlafqualität mit ein.
Funktionsanalyse
Mit der Manuellen Strukturanalyse (MSA) prüfen wir Gelenke und Kaumuskeln einzeln. Eine hauchdünne Folie für die Nacht – der BruxChecker – zeigt, wo und wie Sie knirschen.
Weiterführende Diagnostik
Falls nötig: MRT oder DVT beider Kiefergelenke sowie eine physiotherapeutische Untersuchung bei spezialisierten Partnern.
Auswertung und Therapieplan
Wir erklären Ihnen alle Befunde verständlich und erstellen Ihren individuellen Behandlungsplan – auch schriftlich zum Nachlesen.
Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und das Kausystem dauerhaft zu entlasten. Je nach Befund setzen wir auf:
Individuell angepasste Aufbissschiene
Physiotherapie und manuelle Therapie
Gezielte Übungen für zu Hause
Stressbewältigung mit HRV-Messung
Falls sinnvoll: spätere Korrektur des Bisses
Ein häufiger Auslöser für Pressen und Knirschen ist Stress. Wie stark Ihr Körper unter Anspannung steht, zeigt die Herzratenvariabilität (HRV) – die feinen Schwankungen zwischen zwei Herzschlägen. Sie messen sie mit einem Brustgurt selbst zu Hause und sehen schwarz auf weiß, wie Ihr Entspannungstraining wirkt.
Wie bewegt sich das Kiefergelenk – und was verändert sich bei einer CMD? Unser interaktives Lehrmodell zeigt Knochen, Gelenkscheibe und Kaumuskulatur. Drehen, zoomen und verschiedene Bewegungsmuster ausprobieren.
Das Modell öffnet sich in einem eigenen Fenster und wird erst nach dem Klick geladen (Bereitstellung über GitHub).
CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion – ein Sammelbegriff für Funktionsstörungen im Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zähnen.
Ja. Verspannte Kaumuskeln können Beschwerden in Kopf, Nacken, Schultern oder im Ohrbereich auslösen. Umgekehrt wirken sich Haltung und Stress auf das Kausystem aus. Deshalb betrachten wir die Zusammenhänge ganzheitlich.
Eine Untersuchung mit gezielten Handgriffen, bei der wir Kiefergelenke und Kaumuskeln einzeln testen. So lässt sich unterscheiden, ob die Beschwerden eher vom Gelenk, von der Muskulatur oder vom Biss ausgehen.
Nein. Bildgebende Verfahren setzen wir nur ein, wenn die Funktionsanalyse Hinweise auf Veränderungen im Gelenk ergibt.
Das ist individuell verschieden und hängt vom Befund ab. Meist wird die Schiene über mehrere Monate getragen, häufig nachts. Wir kontrollieren den Verlauf regelmäßig und passen die Schiene bei Bedarf an.
Ein Teil der Leistungen wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, die erweiterte Funktionsdiagnostik in der Regel nicht. Vor Beginn informieren wir Sie transparent über alle anfallenden Kosten.